Unsere Geschichte

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Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Geschichte unseres Dorfes von Franz Rupprecht.

 

Ein Dorf im Wandel der Geschichte:

1200 Jahre Lütter vor der Hardt   815 - 2015

 

Lütter ist ein sehr altes Dorf, das, an der Mündung der Lütter in die Fulda gelegen, wegen seiner günstigen Lage und wirtschaftlichen Vorzüge wohl schon im 7. Jahrhundert besiedelt wurde. Der Name kommt von dem gleichnamigen Fluß „Hlutraha“ und bedeutet soviel wie „klarer Bach, plätscherndes Wasser“. Urkundlich wird der Ort Lütter erstmals am 27. März 815 im Abkommen von Retzbach/Main erwähnt. Darin gestattet der Würzburger Bischof Wolfger aufgrund eines Vergleichs dem Abt Ratgar von Fulda u.a. auch in „Luutra“ den Kirchenzehnten zu erheben. Kirchlich gehörte Lütter zum Bistum Würzburg, der weltliche Herr war der Abt von Fulda. Bereits 850 wird „Luteraha“ als Zehntgerichtsstätte des Grabfeldes erwähnt. Das Gericht befand sich auf der „Lindenhard“, wo bis heute eine Flur „Altgericht“ heißt. Später wurde das Gericht in die „Klingenau“ in Lütter verlegt. Der Galgen stand kurz vor Ried. Bis zum Jahre 1368 hatte der Abt von Fulda die Gerichtsbarkeit allein inne, dann versetzte er die Hälfte des Gerichts an die Herren von Ebersberg, gen. Von Weyhers.

Der erste Beleg für eine kleine Kapelle ist eine Urkunde vom 16. März 1340 Hier verleiht der Bischof von Würzburg der Kirche des Heiligen Kreuzes zu Lutere einen Ablaß von 40 Tagen. Lütter ist Filiale der Großpfarei Dietershausen, hat aber einen eigenen Vikar. Seit 1666 ist es eigenständige Pfarrei.

Im Zuge der Reformation erlitt Lütter das gleiche Schicksal wie seine Mutterpfarrei Dietershausen und wurde evangelisch. 1602 stellte Fürstabt Balhasar von Dernbac den alten Zustand wieder her, indem er den ev. Prediger einsperrte und solange festhielt, bis dieser auf seine Pfarrei verzichtete.

Nach den Wirren des Krieges war die fürstlich-fldische Regierung bestrebt, den Bauernstand zu heben und erließ 1667 eine neue „Gemein Ordtnung zu Lütter vor der haardt“.

Aus dem Jahre 1696 ist uns ein Buch erhalten, in dem Dr. Friedrich Joseph Hack, Doktor der Philosophie und Medizin, Hochfürstlich Fuldischer Leib- und Stadtmedicus, eine „Kurtze gründliche Beschreibung Deß Preyßwürdigen Sauerbronns zwischen Memmels und Lütter vor der Hardt / 1 Meile von der Hochfürstlichen Residenzstadt Fulda gelegen“ gbt. „Dessen mineralischem Halt / zu welcher Zeit im Jahr / mit waß Maaß / Ordnung und diät Er so wohl gegen innerlich- als äußerlich vielfältige Kranckheiten zugebrauchen sey“. Lütter soll früher ein Bad gewesen sein, in dem die Fuldaer Fürstäbte zur Kur gewesen sein sollen. Von Kardinal Bernhard Gustav Markgraf von Baden-Durlach (1671 – 1677 Fürstabt in Fulda) wissen wir, dass er schon als Novize Heilung von seinen Kopf- und Magenschmerzen in Memlos suchte und dass er sich, von einer Reise zurückgekehrt am 27. Juli 1676 „sogleich nach Memlos zur Sauerbrunnenkur“ begab.

Dorf und Gemarkung Lütter bildeten zu Beginn des 18. Jahrhunderts nach altfuldischer Form 15 ganze Güter, vier halbe Güter, zwei Viertelgüter, ein Hintersiedlergut, drei Mühlen, eine Schankwirtschaft und zehn Hütten.

Mit dem Aufkommen der Industrie besserten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse.

Am 13. Juli 1886 erfolgte in Lütter der erse Spatenstich für die Eisenbahn Fulda – Gersfeld.

Die Weltkriege verschonten das Dorf und seine Bevölkerung nicht. Besonders schlimm war der Bombenangriff vom 6. Februar 1945, bei dem elf Personen den Tod fanden und so gut wie kein Dach unbeschädigt blieb.

1946 kamen ca. 200 Heimatvertriebene in da Dorf. In den 50er und 60er Jahren entwickelte sich das Dorf weiterund schuf sich eine gesunde Infrastruktur. 1957 kaufte die Fa. Erhardt den Sauerbrunnen und entwickelte daraus den „Förstina Sprudel“.

Durch die Gebietsreform 1972 kam Lütter zu der Gemeinde Eichenzell. Neue Baugebiete entstanden, so dass Lütter heute

1 100 Einwohner hat. Für sie gibt es die Ahorn- Grundschule für Lütter, Rönshausen und Welkers, die Kindertagesstätte, ein Bürgerhaus und ein Vereinshaus, sowie eine große Sportanlage mit Sportlerheim.

 

Mit einer Festwoche wird das 1200 jährige Bestehen des Ortes Lütter im Juni 2015 gefeiert.

 

Franz Rupprecht

Historischer Lageplan aus dem Archiv von Franz Rupprecht

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